David Maciejewski

Mein Weg vom Sportmuffel zum Lauftrainer in Hannover

Laufen ist meine absolute Leidenschaft. Doch das war nicht immer so. Ich war stark übergewichtig und unbeweglich. Aus eigener Erfahrung weiß ich daher, wie steinig der Weg sein kann.

Den inneren Schweinehund überwinden

Ja, auch der Herr im roten Pullover bin ich. Was mir die Waage für Zahlen zeigen würde, war mir egal. Doch als ich immer mehr Mühe hatte, vom Sofa aufzustehen, wurde ich nachdenklich. Bürojob ohne Bewegung bis zur Rente? Ein Rollator im hohen Alter? Nein, ich möchte nicht auf Hilfe angewiesen sein. So kann es nicht weitergehen, ich muss vorsorgen. Zu meinem Glück fand ich ein gutes Studio, das an mich glaubte und mir einen persönlichen Plan erstellte. Monat für Monat purzelten die Pfunde, wuchs das Vertrauen in mich selbst. Und an meine Zukunft.

Zum Laufen kam ich im September 2016 durch einen Zufall: Ein Bekannter fragte uns, ob wir ihn beim laufen begleiten wollen. „Ähhh... Ja, der Zusammenhalt in der Gruppe zählt!”. Schuhe – aus heutiger Sicht schlechte – hatte ich, Laufklamotten waren schnell bestellt. Als der Herbst die kalten Temperaturen und den Nebel brachte, blieb ich als letzter draußen. An einem Sonntag vor dem Frühstück entdeckte ich die dabei die absolute innere Ruhe. Ein Ventil für den Stress tat sich auf.

Begeisternd erzählte ich Eckhard (Bildmitte) davon. Der ehemalige Langstreckenläufer wollte eigentlich überhaupt nicht mehr laufen, kam aber mit. Wir motivierten uns die kommenden Wochen gegenseitig, weiterzumachen und überzeugten dann auch Marc mitzulaufen.

Ich wollte keine Rennen laufen. Eckhard wusste, dass es anders kommen wird: Nach dem Silvesterlauf 2016 bekam ich tatsächlich Lust auf mehr. Ein halbes Jahr später lief ich in Hannover meinen ersten Halbmarathon in einer Zeit von 2:16 Stunden. Ein unvergesslicher Sieg über mich und meinen innen Schweinehund. Das nächste Mal sollte es dann in unter zwei Stunden gehen.

Doch bereits im Training lief ich inzwischen ein paar dutzend Halbmarathondistanzen. Anfang 2018 in New York sogar in einer Zeit von 1:44 Std – trotz Höhenmeter. Und so wurde aus dem Halbmarathon der erste Marathon – 1,5 Jahre nach meinem Laufeinstieg. Eckhard, Marc und ich laufen immer noch zusammen.

Wissbegierig: Warum ich dann Lauftrainer werden wollte

Ich bin ein absoluter Teamplayer. Und ich bin einer, der sein Wissen immer gern an andere weitergibt. Schon im Jahre 2005 startete ich zum Wissenstransfer den unter Webentwicklern sehr bekannten Audiopodcast „Technikwürze“ (über 130 Folgen) und später die Videopodcastproduktion „TechnikLOAD” (über 140 Folgen). Davor war ich Gründer und Co-Herausgeber des Geschichtsmagazins chronico.

Seit 2015 unterrichte ich an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim jedes Semester zwischen 15 und 25 Student(inn)en und bringe ihnen bei, wie sie Webseiten erstellen können.

Ich kann Menschen motivieren, sie begeistern und nach vorn bringen. Warum also nicht meine Vorliebe des Wissenstransfers mit dem Laufsport verbinden? Ich wollte mehr lernen, mehr erfahren.

Also besuchte ich die Bestsellerautoren Herbert Steffny (wurde 1984 beim New York Marathon dritter und damit bester Deutscher, Autor von „Das große Laufbuch”), Dr. Marquardt (Sportarzt und Autor von „Die Laufbibel”), nahm an diversen Marathon-Seminaren teil, lies mich vom Deutschen Leichtathletikverband Niedersachsen (NLV) zum Lauftreffleiter ausbilden und im September 2018 von der Laufcampus Akademie auch zum Lauftrainer und Leistungsdiagnostiker.

Die Laufcampus-Akademie bildete mich im September 2018 zum Lauftrainer und Leistungsdiagnostiker aus.

Ausbildung und Zertifikate

Wenn du mehr über meine Qualifizierung erfahren möchtest, oder wenn du Einblick in mein Training oder meine Rennen haben möchtest, schau auf der folgenden Seite nach:

Ausbildung und Zertifikate